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Slow down – ready for a relaxed 2020

Okay, ehrlich gesagt bin ich ja noch nie ein Fan von Jahresvorsätzen gewesen und werde es vermutlich auch nie werden, einen Vorsatz habe ich aber dennoch für dieses Jahr: Slowing down. 2019 war rückblickend betrachtet vor allem eins: ereignisreich und super anstrengend. Nach einem 6 monatigen Praktikum, zog ich im Februar vorübergehend zurück zu Mama, um die Uni zu beenden bzw. meine letzten Klausuren zu schreiben. Im April ging es wieder nach München, wo ich seit Juni wieder Vollzeit arbeite. Wer mich schon so lange verfolgt weiß, dass ich parallel dazu meine Bachelorarbeit geschrieben und auch bestanden habe. Aber so richtig runtergekommen bin ich auch nach der wohl stressigsten Phase meines Lebens nie und das obwohl ich rückblickend betrachtet echt so einige meiner Ziele erreicht habe.

Insgeheim denke ich mir egal wie gestresst ich gerade bin, ehrlicherweise immer: Eva reiß dich zusammen und zieh’s durch. Nicht zuletzt jetzt, wo mir das auch viele meiner Freunde bereits offen ins Gesicht gesagt haben, dass ich vermutlich schon so an diesen Stress gewohnt bin, dass ich selber gar nicht mehr merke, wie gestresst ich bin. Dass ich, auch wenn ich gerade nicht noch eine Bachelorarbeit nebenbei schreibe, dennoch Pausen brauche und auf Dauer einen Weg finden muss, mich selbst nicht von einem Stress in den nächsten zu stürzen.

Know your own limits!

Daher ist mein Jahresvorsatz für 2020: Die eigenen Grenzen kennen (lernen) und ernster nehmen. Wissen, wann man einfach mal eine Pause braucht oder einfach mal chillen sollte. Produktivität hin oder her, um auf Dauer 100% geben zu können, muss man dazwischen eben auch mal auf 0% runterfahren. Das habe ich die letzten Wochen immer wieder gemerkt und auch wenn ich bisher immer der Meinung war, dass ich schon alles so hinbekomme, wie ich mir das vorstelle, muss ich glaube ich hier und da einfach ein wenig zurückschalten.

Die Wahrheit ist, dass man sich manchmal selbst eingestehen muss, dass man manchmal Pausen braucht, manchmal nicht arbeiten muss oder produktiv wie kein anderer sein muss. Und wisst ihr was? Das ist kein Zeichen von Schwäche. Auf Social Media und in den Medien allgemein wird aktuell ein Bild vermittelt, das schlichtweg falsch ist. Female Empowerment, Girl Bosses und Co schön und gut. Aber was dabei oft aus den Augen verloren wird ist, dass man neben all dieser Produktivität manchmal auch Ruhe braucht. Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber auch der stärkste Handyakku der Welt ist irgendwann mal leer und um den möglichst schnell wieder aufzuladen, legt man das Handy dann doch auch am Besten einfach weg. Wieso sollte das mit unseren eigenen Energie-Reserven also nicht genauso laufen?

Me-time!

Damit einher geht für mich auch ein relativ klassischer Jahresvorsatz: wieder Sport machen. Nicht, weil ich das 2019 nicht wollte, aber da ich die letzten 3-4 Monate des Jahres krank war und körperlich keinen Sport machen konnte, will ich 2020 wieder zu dem sporty girl werden, das ich früher immer war. Denn auch, wenn ich weiß, dass Sport allein nicht die Lösung ist und ich unabhängig davon noch ein paar Sachen ändern muss, um auf Dauer nicht mehr so permanent gestresst zu sein, ist Sport für mich unumgänglich. Ich kann einfach bei nichts so gut abschalten, wie beim Sport und ich bin überzeugt davon, dass das auch einer der Gründe war, weswegen ich insbesondere in den letzten Monaten einfach nie abschalten konnte. Für mich ist Sport einfach me-time und die brauche ich hin und wieder einfach!

Dicht gefolgt von Kunst: ich war immer schon super kreativ und habe wahnsinnig gerne gemalt. Bei Mama, Oma, Schwester und Co hängen meine „Kunstwerke“ (nicht, dass sie wirklich gut wären, aber hey immerhin) an der Wand und ich frage mich ehrlicherweise, wieso ich nicht wieder mehr male. Und selbst wenn meine Bilder dann bei mir im Keller verstauben, solange es mir Spaß macht und ich dabei den Kopf freibekomme, will ich einfach wieder anfangen, und mir wieder mehr die Zeit dafür nehmen, einfach ein wenig vor mich hin zu malen und den Kopf freizubekommen.

Darüber hinaus ist ein super wichtiger Vorsatz von mir für mich, dass ich meinen Schlafrythmus wieder hinbekommen muss. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal wirklich durchgeschlafen habe. Ich bin es mittlerweile so sehr gewohnt, alle 45 Minuten bis jede Stunde aufzuwachen, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wie es ohne ist. Dass Schlaf so nicht erholsam sein kann, brauche ich wohl keinem erzählen. Wenn dazu kommt, dass ich oft nur 4-5h schlafe, dann kann man 1 und 1 zusammen zählen und sieht, dass das auf Dauer nicht gut ist.

Cheers to an awesome 2020!

Alles in allem wird 2020 mein Jahr. Mein Jahr, weil ich beschlossen habe, weiter an meinen Zielen zu arbeiten und mich stetig weiter zu entwickeln. Genau so bin ich vor einem Jahr in 2019 gestartet, mit dem Unterschied, dass ich nun für mich festgestellt habe, dass ich dazwischen einfach ab und zu mal runterfahren muss. Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, merke ich rückblickend auch, dass meine produktivsten Phasen meistens genau dann waren, wenn ich mir vorher einen Moment Ruhe gegönnt habe. Und nachdem ich in einem Jahr nicht wieder sagen möchte, dass ich Schlafstörungen habe, seit Monaten krank bin und mein Magen vor lauter Stress auch mehr verrückt spielt, als je zuvor, werde ich das 2020 anders machen als 2019.

Falls euch interessiert, wie genau ich in 2019 gestartet bin, könnt ihr hier meinen Post vom letzten Jahr lesen. Übrigens: auch wenn ich das 2019 nicht wirklich geschafft habe, habe ich mir die letzten Wochen auch super viele Gedanken zu diesem Blog hier gemacht und freue mich darauf, ihn 2020 wieder etwas mehr zu pflegen, aber ganz ohne Druck und vor allem ganz ohne Vorsätze ala „xy Blogposts pro Woche“. Ich hoffe ihr freut euch darauf!

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