Blogger ootd stress job Chloe drew street style erlangen Eva Jasmin

Was steckt eigentlich hinter so einem Post? + Outfit

Neulich habe ich mich mit ein paar meiner Kommilitonen aus der Uni unterhalten und das brachte mich zum Nachdenken. Ich habe ja bereits einen Post veröffentlicht, warum wir Blogger ernster genommen werden sollten (klick), aber dennoch ist mir aufgefallen, dass das eben leider immer noch nicht der Fall ist. Ein Mädchen aus meiner Uni, nennen wir sie mal Hannah (dann muss ich nicht immer von „sie“ reden), sagte zu mir, dass sie und auch einige andere, mich anfangs nie ernst genommen haben, wenn ich sagte, dass das meine Arbeit sei. Mittlerweile meinte Hannah, sehe sie selbst, wie ich in der Vorlesung sitze und versuche meine Fotos zu bearbeiten, Mails zu beantworten, Texte zu schreiben &&& und trotzdem noch an der Vorlesung teilzunehmen. Hannah sagte mir, dass sie mittlerweile auch sieht, wie viel Arbeit das ist und dass sie weiß, dass das bei den anderen mittlerweile auch so sei. Und auch wenn das eine unfassbare Erleichterung ist, fiel mir jedoch auf, dass sie eine Sache garantiert nicht sehen: das was in meinem Kopf vorgeht.

Der Druck wird nicht weniger…

Ich habe bereits vor einigen Monaten erzählt, dass ich mir selbst enormen Druck mache, so sehr, dass es eine Zeit lang wirklich zu viel für mich war (klick). So sehr, dass ich weiß, dass ich aufpassen muss, denn auf Dauer ist das eben alles, aber nicht gesund. Aber nichts desto trotz muss ich zugeben, dass dieser Stress nicht abgenommen hat, ich würde sagen, dass ich besser damit umgehen kann, aber ich würde nicht sagen, dass es prinzipiell besser wurde. Und eins muss ich zugeben: die Tatsache, dass ich meist für meine Arbeit belächelt werde, macht es nicht leichter. Ja ich weiß selbst, dass es nerven kann, wenn ich als einzige in der Gruppe am Handy hänge, weil ich unbedingt mein Bild noch posten muss, das tut mir auch unfassbar Leid. Ich versuche ja, meine Bilder, Texte und alles vorzubereiten, allerdings hat auch mein Tag nur 24 Stunden und ich halte den Druck, den ich mir selbst mache, wenn ich kein Bild poste und stattdessen einfach nur mit Freunden chille, eben nunmal nicht aus. Es ist nunmal so, dass das mein Job ist, und dieser Job erfordert es nunmal, dass man nicht nur alle 2-3 Wochen mal einen Post in Kooperation mit einer Marke hochlädt, sondern auch, dass parallel dazu täglich neue Inhalte kommen.

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Das Leben als Blogger wirkt immer super easy…

Ihr müsst euch das so vorstellen: ihr seht maximal 10% meiner Arbeit in Form von Instagram Beiträgen, Instagram Stories, Blogposts und ggf. noch Youtube-Videos. Sicher, das sieht einfach aus und nach wenig, gerade, wenn man die restlichen 90% nicht kennt, kann ich absolut verstehen, wieso dieser Job unterschätzt wird, aber die restlichen 90% bestehen aus: Termine koordinieren, Mails schreiben, Verhandlungen führen (glaubt mir die sind nicht ohne, denn es gibt leider immer noch genug Firmen, die meinen ich wäre blöd und man könne mich und meine Reichweite ausnutzen!), Rechnungen schreiben, Steuern, Beiträge vorbereiten, Bilder bearbeiten, Bilder planen, Brainstorming, Produkte raussuchen, SEO, Recherche, Fotos vorbereiten / shooten und und und, wenn man Pech hat schreibt man bis zu 20 Mails hin und her, bis das Briefing steht oder muss eine Rechnung 3 mal ausstellen, weil irgendwelche Formalien nicht passen.

Ich muss zugeben, dass ich selbst manchmal einfach nur überfordert damit bin, ich bin irgendwie in diesen Job reingerutscht und auch wenn ich mich mittlerweile nicht mehr als Neuling im Blogger-Bereich bezeichnen würde, bin ich mit einigen Sachen doch teils gnadenlos überfordert. Gerade, weil ich nebenbei noch studiere, und mein Studium mich wirklich viel Zeit (und auch Geld) kostet, muss ich nunmal manchmal leider Abstriche machen. Ich muss meine Mails nunmal in der Uni machen, bzw. zumindest teils, da die meisten Mails nunmal reinkommen, während ich in der Uni sitze. Ich muss meine Zugfahrt zur Uni und von der Uni nunmal für Brainstorming und Termin-Koordinierung nutzen, weil es anders nicht geht. Ich kann nunmal leider nicht alle Beiträge am Wochenende vorbereiten, da ich versuche 3-4 Blogposts in der Woche zu posten und das Wochenende dafür einfach nicht an Zeit reicht. Hinzu kommt, dass ich zum Schreiben der Posts auch wirklich einen „kreativen Schub“ brauche, damit ich mit den Texten wirklich zufrieden bin.

Wie gesagt, ich verstehe, dass es total dämlich ist, wenn JEDER aber wirklich JEDER in der Gruppe abends bevor man Feiern geht sein Handy wegpackt, alle Spaß haben und ich total gestresst dastehe und Hashtags raussuche, weil mein Bild unbedingt noch vor 21 Uhr online kommen muss. Ich verstehe auch, wieso das viele affig finden, aber ihr könnt euch nicht vorstellen, welchen Druck ich mir selbst mache. Ja ich weiß, dass ihr es mir sicherlich NICHT übel nehmt, wenn ich mal kein Bild poste, und stattdessen einen Abend lang mein Studentenleben genieße. Aber ich weiß eben auch, dass ich das nicht mit mir selbst vereinbaren kann. Ich habe Ziele, und diese Ziele werde ich nunmal nicht erreichen, wenn ich mich nicht auf meine beiden Arschbacken (entschuldigt den Ausdruck) setze und daran arbeite.

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Der größte Stress-Faktor

Aber wisst ihr, was mich teils am Meisten stresst? Das Unverständnis. Wenn ich sage, dass ich arbeiten muss, gibt es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis leider wirklich nur sehr wenige Leute, die das WIRKLICH verstehen. Eine meiner Freundinnen aus der Uni beispielsweise, die mir auch oft mit Fotos hilft, die sieht es und jedes Mal, wenn ich gestresst bin oder sonst was, sagt sie mir „Eva, pass auf, dass du nicht zu viel machst, du kannst nicht alles machen, dann mach doch lieber einen Blogpost weniger, dann hast du schonmal da weniger zu tun.“ und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gut dieses Verständnis tut. Wenn man sich zusätzlich zu all der Arbeit die man hat, ständig noch für diese rechtfertigen muss, dann schlaucht das extrem. Ich glaube ich kann die Leute, die WIRKLICH sehen, was da für eine Arbeit dahinter steckt, an einer Hand abzählen. Wobei ich sagen muss, dass es mir seit Hannah mir sagte, dass es mittlerweile einige Leute in der Uni auch bemerkt haben, wirklich besser geht, das klingt blöd, aber ich habe langsam das Gefühl, dass mich endlich Leute ernst nehmen. Dass mein Job nicht mehr nur belächelt wird und dass ich, wenn ich sage, dass ich arbeiten muss, dafür nich mit einem „jaja als ob“-Blick bedacht werde. Das tut so unfassbar gut.

So und das war auch schon alles, was ich für heute loswerden wollte, es tut mir Leid, dass das ein so langer Post wurde, aber das musste einfach alles mal raus.

Get the look

Dress: Hallhuber (get here, similar here)

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Shoes: H&M (similar here & here)

Bag: Chloé (get here & here, cheap version here & here)

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2 Comments

  • Reply Hannah 24. Oktober 2017 at 18:43

    Dein Blog zählt zu meinen Favouriten, weil ich deine ehrlichen, persönlichen Texte so mag und schätze! Auch dieser Post gefällt mir mal wieder sehr gut, bin einfach ein Fan von deinen schönen Kleidern geworden. LG Hannah https://lefashiondance.blogspot.de/

  • Reply Melanie 22. Oktober 2017 at 18:32

    ja, ein Blog ist sehr viel Arbeit, die leider nicht gesehen wird. Da geht einiges an zeit drauf.

    Dein Look ist ja wieder super schön. Das Kleid gefällt mir sehr gut :-*

    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

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