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Werbung, Sponsored, Advertisement & Co – Warum mir der ganze Zirkus auf die Nerven geht

#werbung, #sponsored, #anzeige, #ad, #advertisement, #gesponsert, #sponsoredby &&&

Hashtags wie diese gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und sie alle haben eins gemeinsam: sie sollen einen bezahlten Post als solchen kennzeichnen und euch als Leser / Follower und somit Endverbraucher dieses Posts darüber in Kenntnis setzen, dass in diesem Post für etwas geworben wird. Auf gut Deutsch: Sie kennzeichnen Werbung und sorgen dafür, dass wir Blogger nicht gegen das Telemediengesetz verstoßen und Schleichwerbung betreiben. Das alles klingt super und toll und das ist es auch, keine Frage. Es ist immer gut und wichtig sowas transparent zu kennzeichnen, und ich sehe dahinter absolut keinen negativen Grundgedanken. Lediglich das momentane Drama wie man etwas kennzeichnen muss und wann man etwas kennzeichnen muss, geht mir dermaßen gegen den Strich, dass ihr es euch nicht vorstellen könnt.

Überall hört und sieht man nur noch Werbung

Ich kann das Thema Werbung so langsam nicht mehr sehen und dennoch muss ich mich täglich mit den neuesten, komischen und dubiosen Änderungen befassen. Das nervt. Es wäre gelogen zu sagen, dass ich mich freue, wenn ich höre, was es so neues gibt und was ich von nun an alles kennzeichnen soll. Bisher habe ich jeden Post, für den ich Geld bekommen habe, als solchen markiert. Zunächst mit #ad als Kurzform für advertisement. Als ich hörte, dass man das nicht darf, da im deutschsprachigen Raum nicht jeder dieses Kürzel als Werbung verstehen würde, änderte ich das auf sponsored. Auch dies ist mittlerweile nichtmehr zulässig, gut dann ändere ich es nun eben auf Werbung/Advertisement, immerhin poste ich auf Instagram beispielsweise immer noch fast ausschließlich auf English. (Daher auch meine abwegige Annahme, wer versteht, dass ich gerade ein Produkt der Marke xy bewerbe und ggf. lobe, versteht auch, was advertisement oder sponsored heisst…)

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Schleichwerbung ist scheiße, keine Frage!

Das alles ist ja noch halbwegs sinnvoll beziehungsweise nachvollziehbar. Mittlerweile werden allerdings auch einige meiner Kollegen abgemahnt, dass sie Schleichwerbung betrieben haben sollen, weil sie lediglich eine Marke verlinken. OBWOHL kein Geld geflossen ist und sie teils nicht einmal Produktsamples bekommen haben. Sie haben einfach von sich aus dazu verlinkt, ohne Absprachen, ohne Werbezweck, einfach eine Empfehlung von Person A an Person B (ok in diesem Fall wohl eher Personen B-n). Wenn man mittlerweile sowas schon als Werbung kennzeichnen muss, dann muss ich ja alles, was ich sage, als Werbung kennzeichnen. Wo bleibt dann der Sinn der Kennzeichnung? War nicht der Sinn der Kennzeichnung von Werbung, dass der Endverbraucher auf den ersten Blick erkennen kann, für welche Empfehlungen Geld geflossen ist und welche Empfehlungen somit vielleicht nicht 100% ehrlich sind? Ich möchte damit nicht sagen, dass ich oder meine Kollegen in bezahlten Posts nicht ehrlich unsere Meinung sagen, aber das ist doch der Grundgedanke dahinter, Schleichwerbung zu verbieten, oder etwa nicht?

Was ich mich nun  jedoch frage:

WORAN ZUM TEUFEL SOLL ICH DENN NUN ERKENNEN WAS WERBUNG IST UND WAS NICHT?!

Wie ihr merkt: ich bin genervt und das massiv. Liebe Leute in Deutschland, die für solche Gesetze zuständig seid: überlegt euch was, von mir aus lasst alle Werbeposts mit einer Zeile aus Schweinchen-Emojis beginnen oder oder oder, aber legt eine klare Richtlinie fest. Verabschiedet doch endlich ein Gesetz zur Kennzeichnung von Produktplatzierungen in Sozialen Netzen (hier habt ihr gleich mal einen Namensvorschlag) und als kleiner Wunsch am Rande: sorgt dafür, dass es eine Abgrenzung zwischen bezahlter Werbung, PR Samples und persönlichen Empfehlungen gibt. Denn so wie es jetzt ist, ist es langsam einfach nur noch scheiße (entschuldigt bitte meine Wortwahl aber anders kann mans nicht sagen!). In diesem Sinne: #werbung weil ich meinen Laptop, mein Handy und mich selbst zeige.

P.S. das wohl nervigste an dieser Sache ist, dass man tagtäglich im Flüsterpost-Stil neue Änderungen mitbekommt und man nicht einmal weiß, was richtig und was falsch ist.

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5 Comments

  • Reply Michael Leibrecht 4. November 2017 at 16:52

    Liebe Eva Jasmin. Da Du selbst inzwischen eine Marke bist, darfst Du überhaupt noch in die Öffentlichkeit ohne abgemahnt zu werden? :)) Bin auch ganz gespannt wo das noch hinführen soll. Danke für Deinen Beitrag und weiterhin viel Erfolg. Kompliment für Deine überragende Medienarbeit.

  • Reply Marion 5. Oktober 2017 at 22:46

    Danke für den Post, bin momentan auch total verwirrt und das, obwohl ich Medien studiere Finde den „Trend“ á la „Werbung, weil Marke verlinkt“ komplett sinnlos. Auch Printmedien haben PR-Samples, bzw. Produkt-Empfehlungen, die mit Foto, Preis und Link versehen sind nicht als Werbung gekennzeichnet. Weil Werbung eben nur dann Werbung ist, wenn es irgendeine Art von Gegenleistung gibt. Sehe nicht ein, warum eine Markenverlinkung automatisch eine Werbung sein sollte.

    Weiß irgendjemand etwas genaueres zu den angeblichen Fällen, wo für das reine Verlinken abgemahnt wurde? Würde mich auch brennend interessieren, wer da überhaupt mahnen darf! Da ich nichts konkretes gefunden habe dazu, gehe ich mal davon aus, dass es irgendein Missverständnis ist und alle anderen aus Angst nun kennzeichnen, obwohl es sich überhaupt nicht um Werbung handelt.

    Liebe Grüße,
    Marion

    • Reply Eva 5. Oktober 2017 at 23:18

      Ja du hast recht, die meisten kennzeichnen aus Angst, da eben einige wirklich abgemahnt wurden, mit der Begründung sie haben gegen das Telemediengesetz verstoßen und Schleichwerbung betrieben. Ich möchte hier auch keine Namen nennen, da ich nicht selbst direkt von diesen Abmahnungen betroffenen war bisher, Tatsache ist jedoch, dass sehr viele abgemahnt wurden und Summen im 4 bis 5 stelligen Bereich als Strafe zahlen mussten.
      Dass das totaler Schwachsinn ist, weil das in Zeitschriften zB auch nicht so umgesetzt wird, wie bei Bloggern ist mir klar, das sehe ich auch so, nur leider gibt es für Blogger eben noch keine festen Gesetze und Regelungen, unfair, nervig, ich weiß. Aber ich kann durchaus verstehen, wieso sich die meisten Leute da absichern und dann eben einfach sicherheitshalber überall Werbung hinschreiben….

  • Reply Verena 7. September 2017 at 13:14

    ein super Post meine Liebe, ich kann dir nur zustimmen. Finde es auch einfach nur noch nervig und frage mich, warum ich jetzt auch noch selbst gekaufte Artikel kennzeichnen soll?! Ich fände es auch mal richtig super wenn es irgendwo eine klare Richtlinie gäbe! Jeder sagt und man macht es anders aber kaum einer weiß wirklich was nun richtig ist.

    Viele liebe Grüße, Verena
    http://www.somehappyshoes.com

  • Reply Jessi Malay 6. September 2017 at 23:45

    LOL! Love that screensaver Eva, couldn’t have said it better myself. Hope you’re having a great week!

    XO, Jessi
    https://www.mywhitet.com/favorite-nyfw-outfits-roundup/

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