Warum ich selbst mein größter Feind bin und was sich nun ändern wird.

Die Wahrheit ist: Es muss sich etwas ändern. Ich habe es bereits in diesem Post angedeutet, momentan ist mir das alles hier etwas zu viel. Nicht ihr, nicht der Blog per se, aber die Kombi aus allem. Ich habe schon immer dazu tendiert Dinge wie Schule oder Uni hinten anzustellen. Weil ich sie nicht priorisieren musste, irgendwie bin ich immer so duschgeschlittert und richtig schlecht war ich nie. Richtig gut zwar auch nicht, aber dafür war ich einfach zu faul, dafür hätte ich einfach ein wenig mehr machen müssen. Dieses Semester war das nicht anders, weswegen ich nichtmal sagen kann, dass mein „Zustand“ auf das Studium zurückzuführen ist.

Dieser „Zustand“ (das klingt jetzt dramatischer als es ist) ist der folgende: ich kann nicht mehr, ich bin zu 100% überfordert mit meinem Leben momentan. Sicher, das wird sich wieder geben, und ich weiß, dass ich, mit etwas mehr Struktur und Vorarbeit da auch wieder gut reinkomme. Aber für den Moment brauche ich mal etwas Zeit zum durchatmen. Ich habe schon länger die 4 Blogposts die Woche nicht mehr eingehalten, dennoch war innerlich der Druck da, dass 4 kommen müssen. Jetzt setze ich mir als Ziel: mindestens 3, wenns mal eng wird 2, wenns gut läuft 4. Mal sehen, wie lange das so bleibt, vielleicht bin ich auch schon bald wieder so gut drin, dass wieder 4 kommen und ich die für unter der Woche ab nächstem Semester dann am Wochenende immer schon fix fertig habe, ich weiß es nicht. Ich werde es probieren, aber ich kann es nicht garantieren.

Alles Vollzeit außer ich….

Denn die Wahrheit ist, dass ein Vollzeit-Studium, ein Vollzeit-Job (denn ja letzten Endes ist das dieser Blog vom reinen Zeitaufwand her), regelmäßig Sport und genug Freizeit für Freunde und Familie eigentlich unvereinbar ist, wenn dafür dann nicht etwas anderes zu kurz kommt: ich selbst. Ja, ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wann ich das letzte Mal freiwillig ausgeschlafen habe, ohne mir einen Wecker zu stellen, ohne mich danach schlecht zu fühlen, weil ich so viel Zeit verschwendet habe. Wann ich das letzte Mal einen Tag lang nur Zeit für mich hatte, ohne Arbeit, Uni oder sonst was, einfach nur ein Tag, den ich komplett damit verbringe, was mir Spaß macht. Ja ich liebe meinen Job, ich betone es immer wieder, weil das denke ich sonst bei vielen falsch ankommt, wie ich auch immer wieder betone bin ich unfassbar dankbar für alles, was ich erleben darf. Dennoch hatte ich seit Monaten keine Zeit mehr, zum Beispiel einfach nur an dem Bild, welches ich für meine Mama und unser Wohnzimmer malen will, weiter zu malen. Oder eben auch wirklich einfach nur auszuschlafen und entspannt in den Tag zu starten.

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Uni, Blog, Sport und noch so viel mehr

Aber neben den aufgezählten Dingen, passiert eben noch einiges anderes in meinem Leben, was mir mehr oder weniger viel Kraft raubt, vieles aus meinem Privatleben bekommt ihr nicht mit und sollt ihr auch nicht, aber um ehrlich zu sein, bin ich eben durch die Kombi aus Studium, Arbeit, Privatleben, Sport &&& einfach an einem Punkt, an dem ich nicht mehr kann. Ich habe die letzten Wochen kaum geschlafen und wenn dann habe ich mich schlecht gefühlt, weil ich das Gefühl hatte, ich verschwende meine Zeit. Ich bin konstant gestresst, weil ich zu viel zu tun habe, für die Zeit die ich dafür habe, und wenn ich ehrlich sein soll, dann liegt das alles vor allem an mir.

Ich bin mein größter Feind!

Ich bin was das angeht mein größter Feind, mein härtester Kritiker, ich bin unfassbar ehrgeizig wenn es zB um den Blog und Sport geht, ich habe meine klaren Vorstellungen, wie ich das angehen und umsetzen will und ich will und muss das dann so durchziehen. Allein die Tatsache, dass ich wenn ich eigentlich gar keine Zeit dafür habe, etliche Projekte annehme, weil ich das Ziel habe, diesen Blog voranzubringen, ist schon blöd. Wenn man sich dann überlegt, dass ich nun mehr mit GIFs und Collagen arbeiten will und mir neulich einen Lightroom Filter selbst erstellt habe, um den Content hier kontinuierlich zu verbessern, dann wundert man sich nicht mehr, dass ich gestresst und in der Uni kein Ass bin. Sicher was die Uni betrifft habe ich auch Ziele, aber wie gesagt, ich hatte immer das „Glück“, dass ich irgendwie immer durchkam. Was andere vielleicht gerne gehabt hätten, ist allerdings Fluch und Segen zugleich, ich weiß bis heute nicht, wie man richtig lernt, auch wenn ich gerade versuche einen Weg für mich zu finden. Klar, ich brauchte mir zugleich nie ernsthafte Sorgen zu machen, ob ich eine Klasse bestehe oder ein Semester hinbekomme. Aber seien wir mal ehrlich, was der Mensch nicht muss, das tut er auch nicht und wenn man quasi 20 Jahre nie gezwungen war, ernsthaft etwas zu lernen bzw. für sowas wie Schule/Uni zu tun, da  fliegt man früher oder später auf die Fresse. Auf den Punkt warte ich noch, und ehrlich gesagt habe ich gerade massive Angst davor, dass ich durch sämtliche Prüfungen rassle und dann dastehe und es richtig verbockt habe.

Nein! Das nicht auch noch!

So oder so, ich kanns jetzt nicht mehr ändern, ich kann nur versuchen mir in Zukunft etwas mehr Zeit für die Uni zu nehmen, meine Posts besser vorzubereiten und aber auch mal mir weniger Stress zu machen. Ihr wollt gar nicht wissen, wie oft meine Freunde mir in den letzten Wochen gesagt haben: „Eva, mach jetzt langsamer! Geh ins Bett, schlaf und mach heut nicht zu lang.“ Ehrlich gesagt will ich es selbst nicht genau wissen. Eins ist klar, ich muss das alles ein wenig besser strukturieren.

Ein großes Problem ist übrigens auch, dass ich nicht nein sagen kann. Wenn mich jemand fragt, ob ich ihm bei etwas helfen kann, kann ich nicht nein sagen, auch, wenn ich genau weiß, dass ich dafür keine Zeit habe, oder ich dadurch nur noch gestresster bin. Ich kann es nicht. Aber ich muss, ich muss lernen Dinge liegen zu lassen, nein zu sagen und vor allem muss ich endlich aufhören mir selbst so einen Stress zu machen. Früher oder später werd ich sonst noch verrückt und das wollen wir ja nicht.

6 Comments

  • Reply Jenny 6. August 2017 at 21:01

    Eine Struktur zu finden ist echt nicht einfach, gerade wenn man im Bereich Blog/Insta am liebsten alles mögliche ausschöpfen möchte, aber gleichzeitig noch Schule oder Uni hat. Ganz viel Erfolg, schaffst du schon irgendwie ;))

    http://www.changeable-style.com

  • Reply Anonym 4. August 2017 at 19:31

    Liebe Eva,

    deine Freunde haben Recht. Auch wenn man gerne mal sein eigenes Ding macht und versucht so durchzu kommen, wird es – wie Du gesagt hast – nicht immer klappen und früher oder später wirst Du mal gravierend an etwas scheitern.
    Um das zu vermeiden, solltest Du Dir jetzt die Zeit nehmen, um mal abzuschalten, dein Bild fertig zu malen und alle Dinge, die gerade anstehen abzuarbeiten, um einfach mal nichts aufzuhaben. Dann kannst Du dir Gedanken machen, wie Du die Zukunft und deine Woche strukturieren möchtest (vielleicht ein Stundenplan für 24/7 die Woche, in dem wirklich alles geregelt ist und Du Dir immer z.B. am Samstag um 11 Uhr Zeit für Sport nimmst).
    Ich finde, Du solltest noch weniger für deinen Blog machen, denn das ist schließlich der Grund für all das und ist nach Gesundheit, Familie & Freunde und Uni eigentlich erst Nummer 4 in der Rangfolge. Mach doch einen Post pro Woche und nimm dir immer am Sonntag zwischen 3 und 4 Zeit dafür. Ein Beitrag die Woche ist doch auch völlig angemessen und dann kann man sich noch mehr auf diesen freuen.

    Liebe Grüße
    -J

    • Reply Eva 6. August 2017 at 0:09

      Vielen Dank für deinen lieben und langen Kommentar! 🙂 Ich möchte aber eben mehr Content als nur einen Post die Woche machen, da das nunmal auch mein Job ist und einen Job kann man nunmal leider auch nicht einfach hinten anstellen, zumal in einem Post 8-10 Stunden Arbeit stecken, und leider nicht nur eine… 🙂

  • Reply Daria 4. August 2017 at 18:32

    Beautiful blog post! x
    -Daria

  • Reply Carolin 4. August 2017 at 16:08

    Ein toller und ehrlicher Blogpost liebe Eva! Es gehört auch schon viel dazu sich selbst einzugestehen, dass man gerade überfordert ist. Mir ging es ungefähr letztes Jahr um diese Zeit so…die Klausurphase gerade hinter mir, die Bachelorarbeit vor mir und dazwischen irgendwo der Blog. Freunde, Familie, Sport, etc. nicht zu vergessen. Du sagst es schon selbst, irgendwann wird es sicherlich wieder besser und so war es bei mir auch.
    Das hilft dir jetzt im Moment wahrscheinlich herzlich wenig, aber ich verstehe dich total. Ich wünsche dir ganz viel Durchhaltevermögen und dass es bald wieder ein kleines bisschen entspannter bei dir ist <3

    Liebe Grüße, Caro :*
    http://nilooorac.com/

  • Reply Ina 4. August 2017 at 14:31

    Ach Eva ganz ehrlich 4 blogposts die Woche sind wirklich viel und 2 genügen auch locker, zumal die meisten blogger nur einen pro Woche hochladen. Nimm dir die Zeit für dich und es wird dir niemand übel nehmen wenn du mal nein sagst oder etwas langsamer angehst❤
    LG

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