How I edit my (Instagram) pictures

Da ist er nun, ein Post den ich eigentlich nie machen wollte, der aber zum einen unfassbar oft nachgefragt wurde und zum anderen langsam nicht mehr aufschiebbar wurde. Der Post über meine Bildbearbeitung. Warum ich den nie machen wollte? Eben weil es MEINE Bildbearbeitung ist, mein Stil, mein persönlicher Touch. Für mich hat das irgendwie auch ein wenig mit Kunst zu tun, und ich möchte euch eigentlich nicht genau sagen was ich wie mache, weil ich lange auf den Punkt hingearbeitet habe, wo ich jetzt bin.

Deswegen wird es jetzt auch keine genaue Schritt für Schritt Anleitung geben. Deswegen und weil es keinen Sinn macht. Persönlicher Stil hin oder her, es macht auch deswegen keinen Sinn euch eine Schritt für Schritt Anleitung zu geben, weil ich nicht jedes Bild 1:1 gleich bearbeite. Das ist etwas was viele, die mich nach meiner Bildbearbeitung fragen (und das sind SEHR viele, glaubt es mir, ich werde kaum was anderes gefragt) nicht zu verstehen scheinen. Allerdings müsst ihr, um Bilder schön bearbeiten zu können, zunächst einmal verstehen, dass ich zwei unterschiedliche Bilder, niemals 1:1 gleich bearbeiten könnt, weil ihr immer eine andere Ausgangssituation habt.

Selbst wenn ihr ein Foto aufnehmen würdet, das von der Bildkomposition her ähnlich zu dem einer meiner Bilder ist, ihr den gleichen Blenden-, Iso- und Belichtungszeitwert nehmen würdet und dann die gleichen Werte auf Photoshop ändern würdet, würdet ihr zu einem anderen Ergebnis kommen. Das ist etwas, um das ihr nicht umhin kommt, das müsst ihr im Kopf behalten und verinnerlichen. Es spielen neben dem Licht auch Faktoren wie Hintergrund, Farben, Hautfarbe, Reflexionen, Schatten und und und mit hinein.

Aber fangen wir besser mal damit an, wie ich meine Bilder grob bearbeite. Zunächst noch kurz vorab: ich nutze die Canon EOS 6D (hier), das 50mm 1.8 Objektiv (hier) und Adobe Photoshop und nehme meine Fotos im RAW Format auf.

Schritt #1: Camera RAW Editor

Nachdem ich mich für die Fotos entschieden habe, die ich bearbeiten will, markiere ich sie alle und öffne sie gleichzeitig mit Photoshop. Da ich im RAW-Format aufnehme, öffnet sich zunächst der seperate Camera RAW Editor von Photoshop.

In diesem passe ich die Werte an, bis mir das Bild gefällt, da ich alle Bilder gleichzeitig öffne, kann ich die Einstellungen auf die anderen übertragen. Aber da wie bereits gesagt nicht jedes Foto gleich ist, passe ich danach noch einmal jedes Foto individuell an. Denn auch wenn die Fotos nur Minuten nacheinander geschossen wurden, sind sie nie alle gleich vom Licht und den Farben her. Wenn ich mit der groben Erstanpassung fertig bin, importiere ich die Dateien weiter in Photoshop. (Nur als Refernz für Schritt #1 benötige ich zwischen 20 und 40/45 Minuten je nachdem wie viele Bilder es sind und wie leicht mir die Korrekturanpassungen fallen).

Eva-Jasmin-Bildbearbeitung-Photoshop-Filter-Tutorial-Cameralinks vorher, rechts nachher

Schritt #2: Ebenenanpassungen in Photoshop

In Photoshop beginnt dann die richtige Arbeit, mit Hilfe verschiedener Ebenen entsättige ich den Hintergrund (manchmal komplett, manchmal nur teilweise), entferne störenden Müll o.Ä. aus der Umgebung, „Entfussel“ meine Klamotten, kaschiere kleine Unreinheiten oder Rötungen (im Winter besonders die von der Kälte krebsroten Hände) und und und. Auch hier gilt, ich habe kein Schema, ich gucke mir das Bild an und entscheide dann, was ich ändern möchte.

Eva-Jasmin-Bildbearbeitung-Photoshop-Filter-Tutorial-Cameralinks vorher, rechts nachher

Schritt #3: Tonwertkorrektur

Abschliessend, bevor ich das Bild exportiere und mich dem nächsten zuwende kommt allerdings noch etwas, was ich wirklich immer mache: die Tonwertkorrektur-Ebene. Diese lege ich als letztes über das Bild und mache so nach (!) den jeweiligen Korrektur-Ebenen noch einmal die finalen Belichtungsanpassungen.

Eva-Jasmin-Bildbearbeitung-Photoshop-Filter-Tutorial-Cameraso sieht das dann final aus

Ich weiss dieser Post ist vermutlich nicht das, was sich die meisten erhofft haben, aber wenn ihr wirklich Interesse daran habt, gute Fotos zu produzieren, müsst ihr euch von der Vorstellung einen bestimmten Filter oder eine Bearbeitungsabfolge über jedes Bild zu hauen, verabschieden. Denn so einfach ist das leider nicht. Ich kann euch nur als Tipp geben euch Fotos genau anzuschauen. Wenn mir ein Foto gefällt, analysiere ich genau was mir daran gefällt, und überlege mir, was die Merkmale sind, die bei der Bearbeitung wohl besonders hervorgehoben bzw. verändert worden sind. Dann schnappe ich mir ein Bild und Photoshop und probiere etwas ähnliches zu erzeugen. Wenn ich nicht weiter weiss, oder nicht weiss, wie ich zB einen bestimmten Bildbereich aufhellen kann, dann gebe ich das ganze bei Google ein und suche ein Tutorial, denn davon gibt es für Photoshop super viele.

Auch wenn das nicht das ist, was ihr euch erhofft habt, hoffe ich trotzdem, dass euch der Post gefallen hat, sagt mir gerne, was ihr von dem Post haltet und wenn ihr noch Fragen habt, stellt sie mir auch gerne.

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