Nicht gut genug? – Über Motivation und Vergleiche

Ich denke wir alle kennen diese Momente, in denen man im Bett liegt, und traurig ist. Ok traurig ist vielleicht das falsche Wort, aber von jetzt auf gleich überkommt einen eine total komische, grüblerische Stimmung. So als hätte jemand einen Schalter umgelegt. So ist das zumindest bei mir oft. Auch wenn ich in keinsterweise sagen würde, dass ich unter Depressionen leide oder ich unglücklich bin, fühle ich mich in solchen Momenten einfach nicht wohl. Es fängt damit an, dass man sich einsam fühlt, sich fragt wieso man gerade nicht mit Freunden was trinken ist, ein Date hat oder auch nur wieso die Katze gerade wo anders als neben einem chillt und endet mit Gedanken über den Sinn des Lebens.

Sinnbildlich nicht wortwörtlich gesprochen natürlich. Denn über den Sinn des Lebens möchte ich nicht philosophieren, dennoch frage ich mich in solchen Momenten oft, was ich eigentlich erreicht habe, noch erreichen will und auf welchem Weg ich gerade bin. Das sind auch genau die Momente, wo ich anfange meine „Erfolge“ auf was auch immer sie sich beziehen und welche Ausmaße sie haben, mit denen anderer zu vergleichen. Meist sind es genau diese Vergleiche, die der Grund dafür sind, dass ich an dem Punkt ankomme, dass ich beschliesse, es sei wohl besser schlafen zu gehen, denn sonst würde ich vermutlich wirklich depressiv werden.

Warum zur Hölle hat Person A so eine perfekte Figur, während ich darum kämpfe, dass man bei meinem Körper auch nur ne kleine Verbesserung sieht? Warum hat Person B mit Firma X zusammengearbeitet, und mit mir wollte Firma X nicht zusammenarbeiten? Was mache ich falsch? Wieso scheint Person C so enorm erfolgreich zu sein und nebenbei noch ein Studium, eine Beziehung und 627171 andere Sachen unter einen Hut zu bekommen und ich fühl mich manchmal so als gehe ich unter in einem Meer aus Stress?

Ich könnte noch zahlreiche weitere Fragen aufzählen, die mir in solchen Momenten durch den Kopf schiessen. Warum ich es aber nicht tun werde? Es wäre langweilig und würde weder mich noch euch weiterbringen. Was ich euch stattdessen vermitteln möchte ist, dass ihr aus solchen Fragen und Zweifeln, Motivation und Eifer ziehen sollt. Egal wie frustriert ich in solchen Momenten bin und wie wenig mir nach weitermachen ist, ich nehme die Frustration als Ansporn, mich konstant zu verbessern, mich weiter zu entwickeln und sehe die Erfolge der anderen als Ansporn.

Letzten Endes bringen einem Neid und Missgunst nämlich nur eines: Verbitterung. Man wird verbittert und oft erreicht man viel weniger, als wenn man sich einfach durch den Erfolg anderer motivieren lässt. Auch wenn ihr euch vielleicht nur selbst versucht einzureden, dass es euch egal ist was andere erreichen und ihr einfach daran arbeitet das auch bald zu erreichen, obwohl ihr euch innerlich immer noch fragt, wieso nicht ihr anstelle der Person steht, hilft das oft schon. Mir zumindest hilft es.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen tollen Sonntag und sagt mir doch gerne, was ihr von diesem Thema haltet und ob euch solche Posts überhaupt interessieren.

3 Comments

  • Reply Carolin 28. Februar 2017 at 19:20

    Klasse Post Liebes, die Message ist echt toll!
    Ich denke, solche Momente hat jeder mal – wichtig ist dann eben vor allem, dass man aus diesem Tief wieder herausfindet 🙂

    Caro x
    http://nilooorac.com/

  • Reply Tori 27. Februar 2017 at 18:22

    Danke für den tollen Beitrag! Selbstbewusstsein ist so wichtig und wir sollten uns viel mehr gegenseitig positiv beeinflussen und pushen, statt uns nur zu vergleichen… Wenn wir schlecht über Menschen oder Dinge denken und sprechen, dann setzt das so viel negative Energie frei – davon wird keiner schöner oder glücklicher. Außerdem ist es ja auch so, dass Menschen häufig das, was du über etwas sagst, unterbewusst auf dich projezieren!

    Keep up the good work 😉 xx Tori
    http://simpletwentysomething.com

  • Reply Charli 26. Februar 2017 at 19:30

    Oh, ja diese Zweifel kennt wohl jeder. Und eigentlich wissen wir alle, dass es absolut nichts bringt sich zu vergleichen. Aber ich denke, dass diese ganze Social Media gesteuerte Welt es nicht besser macht. Überall ist alles perfekt, zumindest auf den Bildern. Und anstatt sich darüber zu freuen, denkt man ständig, dass man nicht schön, reich oder was auch immer genug ist.
    Aber wahrscheinlich ist es eben menschlich und wir sollten es als Antrieb nutzen, nicht als Wettbewerb. Und manchmal ist es einfach nur schön mit dem zufrieden zu sein, was man hat.
    In diesem Sinne, wünsche ich noch einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die Woche.
    LG Charli von https://frischgelesen.de

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